Der gelungene Wiederaufbau

Jubilarsehrungen spiegeln immer den Geist eines Vereins wieder. Im Rahmen einer Feierstunde am 5. März 1950 konnte Bezirksbrandinspektor Zeininger aus Burglengenfeld 8 Männer auszeichnen, die ein halbes Jahrhundert bei der FFW Dienst leisteten, 11 Männer waren 40 Jahre und 27 Männer 25 Jahre im Dienste der Feuerwehr. Wahrlich eine stolze Bilanz! Demgemäß würdigte auch Bürgermeister Georg Duschinger, seit 1948 in diesem Amt, die Leistungen und Verdienste der Feuerwehr Münchshofen und versprach stete Unterstützung durch die Gemeinde. Ferner beantragte er, den früheren Vorstand Josef Schmid in Anbetracht seiner Verdienste zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Nun näherte sich der Termin, an dem die FFW Münchshofen acht Dezennien bestand. Einen 80jährigen Geburtstag zu feiern, ist wirklich ein Grund. Die Vorstandschaft plante deshalb ein Stiftungsfest. Alle halfen zusammen. Vorstand Hintermeier stellte einen Festausschuß bestehend aus Karl Beer, Josef Stadlbauer, Georg Duschinger, Johann Schmid, Georg Heindl, Josef Siegl und Johann Frohnhöfer zusammen. Kommandant Josef Schmid bemühte sich, seine Mannen mit Uniformen und Mützen auszustatten. Bürgermeister Georg Duschinger versprach auch von Seiten der Gemeinde sein Bestes zu tun und finanzielle Hilfe zu gewähren. Die Fahne wurde neu überholt und die Freiwillige Feuerwehr Teublitz als Patenverein gewonnen. Der Termin wurde auf den 29. Juni 1952 festgelegt. Es gab viel zu erledigen, aber auch hier bewährte sich die FFW Münchshofen wieder bestens.

Das achtzigjährige Gründungsfest ist ein Ruhmesblatt in den Annalen der Münchshofener Wehr. Aus nah und fern strömten Besucher herbei und mit Stolz erinnern sich alte Feuerwehrkameraden an den reibungslosen Ablauf des Festes.

1951 wurde Georg Höfler Kassier, Alois und Willibald Rojer Motorwärter, während die übrige Vorstandschaft blieb.

Jeder Verein erlebt einmal eine Flaute. Wichtig ist jedoch, daß er sie überwindet. Anläßlich einer Versammlung erklärte Kommandant Josef Schmid 1954 aus Altersgründen seinen Rücktritt und wurde von Franz Erl, dem später langjährigen Vorstand und jetzigen Ehrenvorstand, abgelöst. Zum 1. Vorstand wurde Albert Duschinger und zum 2. Vorstand Johann Schmid gewählt. Georg Heindl übernahm den Posten des Gerätewarts und Karl Meßmann den des Vereinsdieners. In der Versammlung beanstandete Bürgermeister Duschinger das mangelnde Interesse an den Feuerwehrübungen und betonte, daß so der Feuerschutz für die Gemeinde nicht mehr sichergestellt sei. Mit aufmunternden Worten wandte er sich besonders an die Jugend. Er forderte sie auf, sich mit dem gleichen Idealismus an der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu beteiligen, wie es die Alten getan haben.

Fünf Jahre später wurde Josef Kern, ein ebenfalls bewährter und zuverlässiger Feuerwehrmann aus den Reihen seiner Kameraden zum 1. Vorstand gewählt, vertreten von Albert Duschinger. Das Amt des Gerätewarts hatte Richard Frohnhöfer inne. Zu dieser Zeit zählte die FFW Münchshofen 180 Mitglieder.

Immer wieder ehrten die Feuerwehrmänner ihre langjährigen Mitglieder. Daran ist zu erkennen, mit welchem Idealismus sich viele der Idee des Helfens verschrieben haben. 1961 waren es 5 Feuerwehrleute, die 50 Jahre, 11, die 40 Jahre und 2, die 25 Jahre treu zum Verein gehalten haben.

Ein Jahr später beschloß man den Kauf einer neuen Motorspritze - einer TS 8 mit VW-Motor -, um technisch immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.

In einer stilvollen Feierstunde im Gasthaus Hintermeier konnte Vorstand Josef Kern in Anwesenheit des Landrat-Stellvertreters Paul Simon und des Kreisbrandinspektors Huber, Premberg, wieder eine Jubilarehrung vornehmen. Unter den Geehrten befand sich auch der Bürgermeister Georg Duschinger, der sich voll für die Belange der Feuerwehr eingesetzt hatte. Simon dankte den Jubilaren und betonte, daß alle, die sich für eine Gemeinschaft einsetzen, zur "Elite der Gemeinde" gehören und der Jugend als Vorbild dienen.

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